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Die Inszenierung eines Abschieds hat begonnen

In der vorerst jüngsten Veröffentlichung der DEWIG Demen verabschiedet sich das Unternehmen Kingdom Oil & Energy aus dem Gewerbegebiet.

Natürlich nicht, ohne vorher noch mit dem Finger auf die Gemeinde zu zeigen.

Keine Unterstützung oder Zuspruch durch die Gemeinde und auch die Gewerbesteuern sind zu hoch. Damit wäre die Schuldfrage dann ja geklärt. So einfach ist es aber nicht !

Auch wir haben davon gehört, dass im Gewerbegebiet grundsätzliche Veränderungen anstehen sollen. Eine offizielle Mitteilung hat die Gemeinde bisher nicht erhalten. Auch zu den Gründen gibt es vielerlei Gerüchte.

Wo ein möglicher Verkauf, da aber auch ein Käufer. Wenn ein Investor in Demen keine Perspektiven sehen würde, dann würde der Standort Demen keinen Käufer finden. Es muss also keinen Nachteil bedeuten, dass Unternehmen sich aus dem Standort zurückziehen und andere diesen künftig nutzen möchten.

Möglicherweise muss eine Versuchsanlage ja auch nur einem Kaufinteressenten weichen.

Interessanter ist da schon die Verlustbilanz. Haben die Unternehmen bisher Gewerbesteuern gezahlt und wenn ja wieviel und wieviel Arbeitsplätze wurden denn bisher für die Demener geschaffen ? Wie hoch war die Belastung durch das Verkehrsaufkommen und auch die Umweltbelastung usw.. Das lässt sich alles noch feststellen.

Das die DEWIG die jetzige Situation noch gern zur Stimmungsmache gegen die Gemeindevertretung verwenden möchte, ist unschwer zu erkennen. Man sollte vielleicht zuerst die Grundstückseigentümer fragen, weshalb gerade jetzt so gravierende Veränderungen anstehen.

Bis zu den Antworten werden wir in Demen ganz gewiss noch viel von Veränderungen hören, die man wie selbstverständlich der Gemeinde anlastet.

Diese Veränderungen müssen nicht nachteilig sein für die Gemeinde. Vielleicht ist der Verlust an Gewerbesteuereinnahmen viel geringer als angenommen. Vielleicht gibt es 2017 weniger Fliegen in Demen und vielleicht geht das Befahren unserer Straßen mit großen Lastkraftwagen deutlich zurück, auch die Belastung der Böden durch die Ausbringung von organischen Düngern und Gärresten.

Und vielleicht findet sich ein Investor, der nicht nur für sich, sondern auch in der Gemeinde Demen und vor allem mit der Gemeinde Demen etwas Neues auf die Beine stellt und für den Standort in Demen bereit ist, auch in Demen Gewerbesteuern zu zahlen.

Bis dahin werden wir von der DEWIG ganz gewiss noch vieles von Befürchtungen und Nachteilen hören und die Inszenierung des Abschieds derart erleben, dass für Veränderungen (klar nur nachteilig) nur die böse Gemeindevertretung verantwortlich sein kann.

Hier werden doch wohl eher verbale Scheingefechte gegen die Gemeinde geführt, um den Rückzug zu decken.