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Demens KITA Kinder werden zum Spielball der Politik      (04.04.2017)

Wir erinnern uns – die KITA durch den Trägerwechsel wegen der Personalprobleme als Standort schon einmal gerettet, wurden nach der Aufnahme der Gemeinde Demen in die Flurneuordnung und Dorferneuerung, für ein Mehrgenerationenhaus mit enthaltener KITA Fördermittelanträge gestellt.

Die Fördermittel sind reserviert und der Landkreis hat zunächst erklärt, dass für einen derartigen Neubau kein Votum der Jugendhilfeplanung erforderlich ist.

Erst danach wurde der Architekt beauftragt, dass Projekt fertigzustellen und die Bauantragsunterlagen wurden eingereicht, wofür natürlich Geld ausgegeben wurde.

Plötzlich wurde ein positives Votum der Jugendhilfeplanung verlangt und prompt versagt. Ein Zufall zu viel, wer daran glauben möchte.

Zwischenzeitlich ist der bauliche Zustand der KITA derart veraltet, dass die Betriebsgenehmigung wohl nur bei Erfüllung diverser Auflagen aufrecht erhalten werden kann.

Die Bürgermeisterin hat bereits 2016, lange bevor entsprechende Auflagen erteilt worden sind, sowohl den ASB als Träger, als auch den Landkreis und die Fördermittelstelle auf die drohende Gefährdung des KITA Standortes eindringlich hingewiesen.

Hingewiesen wurde jedoch ausdrücklich auch auf ein Sachverständigengutachten mit den überschlägigen Kosten für eine Sanierung des jetzigen Gebäudes – komplett derzeit etwa 1,3 Millionen EURO.

Selbst nur den Bereich zu sanieren, der von der KITA genutzt wird, bedeutet für die Gemeinde Demen die Schließung der KITA für die Bauzeit und erhebliche Baukosten, die ohne Förderung nicht realisierbar sind. Darüber hinaus wäre eine Teilsanierung in das marode und im Übrigen ungenutzte Gebäude an einem Standort, weit weg vom Dorf unwirtschaftlich und unverantwortlich.

Keiner aus der Gemeindevertretung hat deshalb folgerichtig Mittel für eine Sanierung in den Haushalt einstellen lassen, noch zumal der Neubau in Aussicht gestellt worden ist.

In Vorbereitung ist jedoch nun eine Kampagne, wonach man der Wählergruppe jetzt unterstellen möchte, der „Totengräber der KITA“ zu sein.

Plötzlich hat der Arbeitskreis Zukunft Demen nach Jahren des völligen Desinteresses sein Herz und seine Fürsorge für die KITA und deren Träger, den ASB entdeckt, nachdem man seit 2014 immer gegen den Neubau einer KITA im Dorfkern von Demen aufgetreten ist und sich vehement gegen das Projekt eines Mehrgenerationenhauses wendet. Man hat aber merkwürdigerweise auch nicht verlangt, Mittel für eine KITA Sanierung in den Haushalt 2017 einzustellen. Passt das irgendwie zusammen?

Die Wählergruppe Demen hat das Thema KITA Neubau seit 2014 ununterbrochen auf der Tagesordnung und das Projekt nach den Feststellungen des nicht mehr konformen Bauzustandes mehr als dringlich gemacht. Wir haben uns da nichts vorwerfen zu lassen, auch nicht vom ASB.

Nicht wir stehen dem Erhalt der KITA entgegen, es sind diejenigen Kräfte, die Ihren Einfluss nutzen und missbrauchen, um die Fördermittelbewilligung und damit den Baubeginn des Mehrgenerationenhauses aus politischen Erwägungen heraus zu verhindern.

Man wird jetzt mit "Krokodilstränen" verlangen, dass die Gemeinde, um die Schließung der KITA abzuwenden, doch bitte Mittel für eine Sanierung bereitstellen solle.

Diesen „schwarzen Peter“ werden wir uns nicht zuschieben lassen !

Möge sich der Landkreis zu der eigenen langfristigen KITA Bedarfsplanung bekennen und zur dort festgelegten Standortsicherung Demen.

Aus ihrer Verantwortung werden wir auch diejenigen Gemeindevertreter nicht entlassen, die eine Sanierung sicherlich bald lautstark fordern werden und denen es dabei trotz aller zu erwartenden Bekundungen, es ginge ihnen selbstverständlich nur um die KITA und die Kinder Demens, nach unserer Meinung um die aus politischen Gründen gewollte Verhinderung eines geförderten Neubaus geht, für den sie sich bis heute auch nicht ansatzweise jemals eingesetzt haben.

Wir haben auch vom Landkreis bisher keine Stellungnahme zu der Sanierungskostenschätzung der Sachverständigen erhalten und wie und warum die Gemeinde Demen die Kosten dafür tragen soll, denn hat der KITA Standort Demen keine Zukunft, wie man der Verweigerung des Votums wohl entnehmen soll, dann wäre das bei dem erheblichen Sanierungsstau im alten, zum jetzigen Verkehrswert schon heute unverkäuflichen und sonst leerstehenden Gebäude, erst recht Verschwendung öffentlicher Mittel.

Diesen Widerspruch möge man uns und den Eltern doch erst einmal erklären !

Ein Mehrgenerationenhaus kann dagegen immer für alle genutzt werden,um so unverständlicher die Verweigerung eines Votums für einen geförderten Neubau.

Nicht wir treffen in Demen die Entscheidung über die Zukunft unserer KITA, diese treffen gerade andere und stehen deshalb auch in der Verantwortung, egal wie es weitergeht.

Es ist nur schlimm, das das alles schön inszeniert auf dem Rücken der Kinder und deren Eltern so sinnlos in der Gemeindevertretung ausgetragen werden soll, während ganz woanders die Weichen gestellt werden. An diesen Spielchen werden wir uns nicht beteiligen.

Wir appellieren an die Vernunft, die Kinder und damit die Zukunft Demens nicht zum Spielball engstirniger Politik zu machen und sich an den wirtschaftlichen Verhältnissen zu orientieren.