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Arbeitskreis Zukunft Demen hat

seine Kandidaten aufgestellt  ( 18.02.2019)

Der Gemeindevertreter Olaf Kirsch ist demnach der Bürgermeisterkandidat des Arbeitskreises, der nach eigenen Angaben insgesamt 9 Bewerber für die Kommunalwahl aufstellen konnte.

Zielstellung des Bürgermeisterkandidaten sei es u.a. nach der öffentlichen Verlautbarung des Arbeitskreises, eine "in den letzten Jahren gewachsene Zerrissenheit im Ort" zu bekämpfen, zu vermitteln und die Anzahl der Rechtsstreite mit der Gemeinde drastisch zu verringern.

Es gehörte nach unserer Meinung wenigstens dazu, diese allgemeinen Zielstellungen den Einwohnern doch einmal inhaltlich zu erläutern.

Rechtsstreitigkeiten führt die Gemeinde Demen gegenwärtig noch immer wegen Unternehmen, die seit 2013 ihre Gewerbesteuern lieber in Crivitz oder Barnin zahlen, obwohl die wirtschaftlichen Aktivitäten maßgeblich in Demen stattfinden und dort zum Beispiel die Straßen und das Verkehrsaufkommen erheblich belasten.

Rechtsstreitigkeiten führt die Gemeinde Demen bis heute auch gegen Gärrestbehälter im Gewerbegebiet und dafür, dass nicht noch mehr Behälter dort aufgestellt werden können.

Ein weiterer Rechtsstreit wird gegen ein Unternehmen geführt, dass einen Werbepylon unmittelbar an eine Landesstraße und nach einem angeblichen Verfahrensfehler des Landkreises, auch ohne Baugenehmigung und ohne Pachtzahlungen an die Gemeinde auf Eigentumsland der Gemeinde Demen errichtet hat.

Das war es dann auch schon.

Herr Kirsch ist ganz offensichtlich der Wunschkandidat der betroffenen Unternehmen aus dem Gewerbegebiet.

Wenigstens darüber haben die Demener jetzt Klarheit. Die Bürger können sich ausrechnen, welche Interessen vordergründig bedient werden. Nix mit Zukunft, es soll wieder zurück in die Vergangenheit gehen, d.h. in die Zeit vor 2014.

Sicherlich wird sich Herr Kirsch neben weiteren Gärrestbehältern auch noch dafür einsetzen, dass Herr Höfer im Gewerbegebiet künftig an den Wochenenden eine lautstarke Motocrossanlage betreiben darf, die bereits 2017/2018 zeitweise und ohne Genehmigung betrieben wurde und was durch engagiertes Eingreifen der Bürgermeisterin gerade noch einmal abgewendet werden konnte.

Was eine angeblich "in den letzten Jahren rapide gewachsene Zerrissenheit" anbelangt, so lässt der Arbeitskreis die Bürger hier noch im Unklaren.

Wir finden, dass Demen in den letzten Jahren ziemlich gut vorangekommen ist und sich vor allem in Sachen Haushalt und Infrastrukturentwicklung in der Gemeinde gegen den andauernden Widerstand des Arbeitskreises und der Vertreter der SPD, eine Menge für die Bürger und die Vereine getan hat.

Einen Kommunaltraktor und Dorfladen hätte es sonst nicht gegeben und die Alte Dorfschule mit den Räumen für unsere Senioren wäre auch längst abgerissen worden.

Nicht vergessen -  die Angstmacherei gegen den Straßenausbau, die Flurneuordnung und die Dorfentwicklung - Programme aus denen die Fördermittel auch der nächsten Jahre kommen.

Und - in Anbetracht der bissigen Kommentare auf der Internetseite des Arbeitskreises, die oft mit persönlichen und wie wir finden, auch persönlich verletzenden Angriffen gegen Mitbürger gespickt sind, ist es eigentlich ausgeschlossen, dass jemand der solche Unfrieden stiftenden Entgleisungen gegen Einwohner aus seinem Ort in seiner eigenen Organisation nicht im Griff hat und duldet, als glaubwürdiger Vermittler auftreten kann.

Wenn also das konsequente Festhalten an den Wahlzielen der Wählergruppe zu einer persönlichen Zerrissenheit bei einzelnen Geschäftsführern von Unternehmen und einigen wenigen kommunalpolitischen Mitbewerbern geführt haben sollte, so ist dies ein ganz normaler Vorgang im kommunalpolitischen Wettstreit in einer Demokratie.

Das ist dann ein Vorgang, den wir und wohl auch die Mehrtheit der Demener Bürger, die ja überwiegend keine Unternehmer sind, nicht bedauern.

In der Kommunalpolitik sollte es darum gehen, Demen voranzubringen. Es kann dagegen nicht Sinn von Kommunalpolitik sein, sich mit persönlichen Befindlichkeiten oder nur mit sich selbst zu beschäftigen und vordergründig Klientelpolitik für Unternehmer aus dem Ziolkowskiring zu betreiben.