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Bericht der Bürgermeisterin 05.05.2015 (Auszug)

Liebe Demener,

sehr geehrte Gäste,

gewisse Ereignisse in unserer Gemeinde veranlassen mich heute dazu, zunächst einige klare Worte voran zu stellen.

Brandstiftung ist kein Kavaliersdelikt. Bereits im letzten Jahr und auch schon davor, hat es in Demen und in der näheren Umgebung des Dorfes gebrannt. Derartige Vorfälle scheinen sich jetzt bedauerlicherweise zu häufen und es wurden bereits erhebliche Sachwerte zerstört. Zum Glück wurde bislang noch niemand an der Gesundheit geschädigt.

Derartige Handlungen, so wie zuletzt die Brandstiftung an dem Pkw des ehemaligen Bürgermeisters Thomas Schwarz sind durch nichts, aber auch rein gar nichts zu rechtfertigen. Kriminell aus meiner Sicht auch das Besprühen von Autos oder Wohnungen mit Farbe.

Ich möchte alle Einwohner bitten, in Zukunft aufmerksam und wachsam zu sein, damit sich derartige Vorfälle bis zur Ergreifung des- oder der Täter nicht wiederholen.

Den Arbeitskreis Zukunft Demen möchte ich in Anbetracht der öffentlichen Wortmeldungen auffordern, derartige kriminelle Handlungen nicht auch noch politisch zu instrumentalisieren.

Allein schon der völlig abwegige Gedanke, dass Brandstiftungen ein Mittel der kommunalpolitischen Auseinandersetzung in der Gemeinde Demen sein könnten, ist ungeheuerlich und verantwortungslos. Das ist politische Meinungsäußerung auf unterstem Niveau.

Ich will es ganz klar sagen – und da bin ich wohl hoffentlich mit der Opposition auf einem gemeinsamen Nenner – die Zerstörung von Sachwerten, sei es mit Farbe oder auch durch Brandstiftung – sind durch nichts zu rechtfertigende Straftaten. Der oder die Täter gehören ergriffen und bestraft.

Die Demener wollen sich durch Straftaten aber auch nicht instrumentalisieren lassen. Was kranke Hirne zündeln lässt, hat nichts mit kommunalpolitischer Meinungsäußerung zu tun.

Die Demener verurteilen so wie ich, solche Handlungen auf das schärfste und das über alle persönlichen und kommunalpolitischen Differenzen hinweg.

Wer jedoch unterstellt, dass Straftäter in Demen Kommunalpolitik machen wollen, der ist in gewisser Weise auch ein Brandstifter – ein geistiger Brandstifter -, denn mit derart üblen Vermutungen und Verlautbarungen werden Ängste geschürt, Gräben weiter vertieft und die Gemüter unnötig verhärtet.

Wenn solche Gedankengänge dann auch noch mit der KITA, mit anderen Vorhaben in dieser Gemeinde oder gar mit Fördermitteln auch nur ansatzweise im Rahmen einer öffentlichen Meinungsäußerung in Verbindung gebracht werden, dann hört hier jede Form der Sachlichkeit auf.

Das ist eine Form der politischen Auseinandersetzung, die hier in Demen die Mehrheit der Bürger hoffentlich nicht will und von der ich mich ausdrücklich, aber auch in aller Deutlichkeit an die Adresse des Arbeitskreises Zukunft gerichtet, distanziere.

Wollen wir also hoffen, dass die Ermittlungen schnellstmöglich Ergebnisse bringen und diesem kriminellen Treiben hier in Demen ein schnelles und nachhaltiges Ende bereitet wird. Allen Betroffenen gilt hier unsere uneingeschränkte Unterstützung.

………….